In einem zeitlosen Märchen geht es um Resilienz – auch wenn das Wort nie fällt, sondern immer von Weisheit die Rede ist. Diese Weisheit ist aber keine abgehobene, die sich der Erkenntnis tiefer Geheimnisse rühmt. Es geht um Alltägliches, aber für die innere Ruhe und die Achtsamkeit nicht minder Wichtiges.

Gehen Sie mit dem namenlosen Erzähler und mit der geheimnisvollen Elsa durch den Degrieschenwald und lassen Sie sich von mystischen Geschichten verzaubern und resilienter machen für das, was kommen mag.

Es ist nicht mehr zu leugnen: Unsere Welt ist aus den Fugen geraten – politisch, gesellschaftlich und ökologisch. Die Zeiten sind bedrohlich geworden, und das nicht mehr abstrakt, sondern ganz konkret. Uns drängen sich unweigerlich Fragen auf: Wie geht es weiter? Steht die Apokalypse vor der Tür? Und vor allem: Was ist zu tun?

In dieser Episode der Geschichten aus dem Degrieschenwald stellen sich der namenlose Wanderer und seine Freundin, die weise Elsa, diesen Gedanken und den Ängsten, die sie auslösen. 

Der libanesisch-amerikanische Dichter, Maler, Mystiker und Philosoph Khalil Gibran (1883–1931) gilt als Wanderer zwischen den Welten. Er war ein Versöhner der westlichen und östlichen Art zu denken, zu fühlen und zu handeln – und zwischen Christentum und Islam. 

Seine Werke sind gerade in unserer Zeit der Desorientierung, psychischen Überempfindlichkeit und spirituellen Heimatlosigkeit Wegweiser zu innerer Ruhe und Sinnfindung im Leben.